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Abgasen am 21.10.2012
21.10.2012

Events


Unsere diesjährige Tour zum Abgasen führte von Lößnitz über Zwönitz, Elterlein, Finkenburg, Schlettau und Sehma nach Bärenstein. Von dort aus ging es an der Preßnitztalsperre vorbei weiter durch den „verschwundenen Ort Dörnsdorf in Richtung Kupferberg/ Medenec und nach Klösterle/Klasterec. Über die Eger gelangten wir nach Kaaden/ Kadan, von wo aus wir dann im Uhrzeigersinn rund um das Duppauer Gebirge fuhren.

Das Duppauer Gebirge ist ein Mittelgebirge in Tschechien. Es hat eine Fläche von 607 km² und liegt größtenteils in den Bezirken Karlovy Vary und Chomutov.  Vom nördlich befindlichen Erzgebirge wird es durch das Tal der Eger getrennt. Das Gebirge ist heute bis auf die Randbereiche unbesiedelt und wird militärisch genutzt. Der 1950 gegründete Truppenübungsplatz Hradiště ist mit einer Fläche von 330 km² der größte in Tschechien. Nach der Vertreibung der Deutschböhmen in den Jahren 1945 und 1946 war die Gebirgsgegend nur noch sehr schwach besiedelt. Das veranlasste die tschechoslowakische Regierung während des Kalten Krieges einen Truppenübungsplatz in dem Gebirge einzurichten. Ab 1953 begann die stufenweise Aussiedlung der verbliebenen Bewohner, die 1955 abgeschlossen war. Nach 1960 wurden in Manövern die ehemalige Stadt Duppau sowie leerstehende Dörfer als Zielobjekte für den Beschuss und die Bombardierung durch die Land- und Luftstreitkräfte dem Erdboden gleichgemacht. 1991 standen auf dem Truppenübungsplatz nur noch 102 Häuser, in denen 616 Menschen lebten. Insgesamt 67 Ortschaften, Weiler und Höfe wurden zerstört. Das Gebirge hat sich heute auf Grund der 40-jährigen Nutzung als Truppenübungsplatz zu einem Lebensraum seltener Pflanzen- und Tierarten entwickelt.

Durch Waltsch/ Valec (Barockschloß) ging die Tour über die Bundesstraße Prag-Karlsbad weiter nach Bochov/ Buchau zum Mittagessen. Anschließend fuhren wir weiter über die Bundesstraße nach Andelska Hora/ Engelsberg (Die Engelsburg wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1635 von den Schweden eingenommen. Danach war sie nicht mehr regelmäßig bewohnt. Nach einem Feuer 1718 wurde sie nicht wieder aufgebaut.) Durch das Egertal und über die Eger führte uns unser Weg vorbei an Ostrov, durch Hroznetin/ Lichtenstadt nach Marianska/ Maria Sorg und weiter nach Bozi Dar/ Gottesgab. Dort war dann „Auflösung“ angesagt. 

Da wir dieses Mal aufgrund des Nebels nicht alle Schönheiten der Natur genießen konnten hat uns Steven ein paar Fotos zur Verfügung gestellt, die die schöne Böhmische Landschaft in einem anderen Licht zeigen. Wer Lust hat, die Tour nochmals auf eigene Faust nachzufahren, der kann dies mit Hilfe der anliegenden Track-Datei gerne tun. Wir freuen uns schon wieder aufs Angasen – also dann bis dann…